Bergtour:   Schächentaler Windgällen

 

Von Unter Balm, zum Höch Windgällen (2764 müM), Abstieg und Querung zum höhsten Punkten auf der Läged Windgällen, Pt. 2573 und zurück  (UR)
(T6- / Schlüsselstellen im II Grad)

26. September 2014

Routenkurzbeschrieb

Eigentlich war ich am 17.08.2014 schon einmal mit der OG Hochdorf auf diese Tour unterwegs, wir entschieden dann aber auf den Aufstieg zum Höch Windgällen wegen des Neuschnees zu verzichten und kehrten um.

Start an der Klausenpass-Strasse bei Unter Balm, ca. 1780 müM, 08:15 Uhr bei aufgehender Sonne. Auf dem Weg bis Vorderen Rustigen, dann auf dem Wanderweg ansteigend zur Ruosalper Chulm, 2178 müM, 09:10Uhr. Nach einer kurzen Trinkpause weiter, etwas unterhalb Einstieg Läged Windgällen, 09:30 Uhr, hier Pause bis 09:50 Uhr. Weiter bis zur Felswand des Läged Windgällen, dort durch das linke Couloir ca. 100 Hm hochkraxelnd (T5-), gelangt man auf das Plateau des Läged Windgällen. Es liegt hier immer noch Schnee vom gestrigen Tag. Immer westwärts den Steinmannen folgend bis auf den noch weissen Moränensattel zwischen Läged- und Höch Windgällen, Pt. 2537, 10:45 Uhr. Die Südost-Exponierte Wand scheint mir heute aber relativ schneefrei und deshalb beschliesse ich es heute zu probieren und mache zuerst noch eine Pause bis 11:00 Uhr. Einstieg in die Süd-Ostwand um 11:10 Uhr. zuerst hoch durch das Einstiegs-Couloir, dann senkrecht hoch durch eine mit einem Drahtseil gesicherten Abschnitt. Dann den unteren Teil des Wand zuerst Richtung Nordosten diagonal hochsteigen, dann in der Falllinie senkrecht hoch zum Mittelteil. Dieser Abschnitt ist nirgends gesichert und sehr ausgesetzt. Den mittleren, etwas weniger steilen, dafür mit losem Geröll versetzten Abschnitt wieder Richtung Südwesten ansteigend. Im Schlussabschnitt zuerst senkrecht hoch zu den zwei Schlüsselstellen. Bei der ersten Schlüsselstelle liegt ein Felsbrocken in der Aufstiegsrinne, welcher rechts umklettert werden muss und mit einem Drahtseil gesichert ist (II). Kurz danach folgt die zweite Schlüsselstelle. Hier muss aus einem Einschnitt auf ein schmales Felsband unter einem grossem Felsbrocken aufgestiegen und dieser dann unterquert werden (III-). Durch diese Stelle führt ebenfalls ein Drahtseil. Stellenweise muss bei der Unterquerung gerobbt werden, oder mann hält sich am Seil und lässt sich aus den Wand hängen (es geht dort aber luftig runter). Nach den Schlüsselstellen steig man noch kurz diagonal gegen Südwesten an und gelangt dann einen schwach sichtbaren Pfad, welcher auf der Südseite um den Gipfelaufbau führt. Auf der Südwestseite angelangt sind es dann nur noch wenige Meter auf den Gipfel des Höch Windgällen, 2764 müM, 12:00 Uhr. Hier machte ich dann bei bewölkten Wetter und kühlem Wind erst mal Mittagspause bis 12:50 Uhr. Anschliessend machte ich mich auf den Abstieg auf derselben Route. Gerade die sehr steilen und ungesicherten Abschnitte machten wir einige Mühe und ich ging deshalb sehr langsam hinunter. Darum brauchte ich für den Abstieg auch gleich lang wie für den Aufstieg durch die Wand. Um 13:50 Uhr bin ich dann wieder unterhalb der Süd-Ostwand angekommen. Weiter ging es über den Moränensattel hinunter. Um ca. 14:05 zweigte ich von Pfad ab und stieg in südöstlicher Richtung dem Grat folgend zum höchsten Punkt auf dem Läged Windgällen, Pt. 2573 auf. Dort um 14:20 Uhr angekommen gab es nochmals eine Pause bis 14:40 Uhr. Dann folgte der Abstieg zum Couloir am Läged Windgällen, 15:15 Uhr, und weiter zur Ruosalper Chulm, 15:45 Uhr. schliesslich bin ich um 16:15 wieder beim Auto angekommen.

Sehr anspruchsvolle und ausgesetze Bergtour, ca. 6,0 Std. ohne Pausen.

Karte der Route

Fotogallery

Panorama Südwest bei Pt. 2537   -    Aufstiegsroute Höch Windgällen

Panorama gegen Südwesten vom Moränensattel bei Pt. 2537
Aufstiegsroute durch die Südostwand des Höch Windgällen