Von Davos übers Flüelatal, Grialetsch, Dischmatal
nach Davos (GR)

Übersichtskarte der Tour

Eigentlich sollte die diesjährige Tour 5 Etappen haben und in La Punt im Engadin enden. Da aber auf Mittwoch den 12.09.2012 Schnee bis 1500 m.ü.M. gemeldet wurde musste ich die Tour abbrechen. Die 5. Etappe von der Keschhütte über die Porta d'Es-Cha, 3008 m.ü.M., und nach La Punt werde ich wohl ein andermal machen müssen. So ging ich halt am 4. Tag vom Scalettapass nicht zur Keschhütte sondern auf den Dürrboden und wieder nach Davos.

 

1. Etappe   -   Von Davos übers Seehorn nach Dörfji im Flüelatal    (T2)

8. September 2012

Routenbeschrieb

Anreise mit der Bahn von Luzern nach Davos Dorf. Start in Davos Bahnhof um 12:00 Uhr, In der Stilli, 12:15 Uhr, habe ich die Häuser meiner Ferienzeit in der Jugend angeschaut, es hat sich einiges verändert . Nach einer Mittagspause am Davosersee bis 12:45 Uhr bin ich dann weiter Richtung Wolfgang gewandert. Beim Pt. 1613 überquere ich die Bahn und steige zur Alp Drusatscha, 1759 m.ü.M. auf, 13:25 Uhr. Ab hier wird der Weg steiler hinauf in den Drusatschaberg, Pt 1904, 13:40 Uhr. Auf dem Chaltboden, Wegkreuz Pt. 2093, 14:10 Uhr folgt nun der Schlussaufstieg auf das Seehorn, 2238 m.ü.M., 14:30 Uhr. Hier mache ich Pause bis 15:00 Uhr und geniesse das schöne, warme Wetter. Nach den kurzen Abstieg auf den Chaltboden, Pt. 2119, 15:15 Uhr, geht es weiter zur Alp Bedraberg, Pt. 2149.Nach einer weiteren kurzen Pause gehe ich weglos über Bedrabergmeder zur Talstation des Skilift Flüelameder Pt. 2006, 16:30 Uhr, weiter zur Talstation der Pischabahn im Dörfji und dann zum Gasthof Alpenrose, 17:00 Uhr.
Hier ist nun Endstation der heutigen Etappe.

Kurze, wenig anspruchsvolle Tagesetappe, 4 Std. Marschzeit ohne Pausen.

Kartenausschnitt     -     Marschtabelle     -     Höhenprofil      -     Panorama vom Seehorn
Panorama des Flüelatals vom Seehorn (Pischahorn, Isentällispitz, Flüela Wisshorn)

 

Fotogallery - 1. Etappe

Übernachtung   -   Gasthaus Alpenrose B&B   (1816 m.ü.M.)

Dieses liegt in einer einzigartigen Lage im Davoser Flüelatal, nur ein paar Minuten mit dem Auto von Davos entfernt. Sie bieten fünf komfortable Zimmer und ein reichhaltiges Frühstück mit regionalen Produkten. Ausserdem hat das Haus einen allgemeinen Bereich, in dem man abends TV schauen oder ein Spiel machen kann.
Es gibt kein Nachtessen aber man kann in der Küche selber etwas kochen.

Anmeldung + Auskunft:
Bed and Breakfast Alpenrose
Flüelapassstrasse 29
Postfach 187
7260 Davos Dorf

Telefon:  081 413 08 43

Email    -     Website

   

2. Etappe   -   Von Dörfji aufs Pischahorn und zum Flüelapass   (T3)

9. September 2012

Routenbeschrieb

Start beim Gasthaus Alpenrose um 07:45 Uhr. Aufstieg durch den Schindelbodenwald bis Pt. 2118, 08:30 Uhr, dann weiter durch die Alpwiesen zu Pt. 2190, 08:45 Uhr, bis zur Alp Stafel, 2254 m.ü.M., 09:00 Uhr. Hier mal kurz 10 min. Pause und dann weiter hinauf zur Bergstation der Pischabahn, 2483 m.ü.M. 09:45 Uhr. Diese ist vollständig verlassen in der Sommerpause, anscheinend nur im Winter Betrieb. Nach 20 min. Pausegeht es weiter auf den Pischagrat, Pt. 2593, 10:30 Uhr und auf dem durchgehend markierten und gut sichtbaren Wanderweg auf die markante Anhöhe am Mittelgrat, Pt. 2740, 10:50 Uhr. Nun führt der Weg nur noch leicht ansteigend dem Westgrat entlang bis Pt. 2908, 11:30 Uhr, und dann wieder steiler hinauf auf das Pischahorn 2980 m.ü.M. 11:45 Uhr.
Hier mache ich zuerst mal Mittagspause bis 12:45 Uhr. Es ist heute wieder schönes Wetter aber in der Höhe trotzdem recht kühl wegen des kräftigen Südwindes. Dann folgt der Abstieg wieder auf dem Westgrat bis etwas unter Pt. 2908, dann verlasse ich den Wanderweg und steige weglos in südlicher Richtung ins Mitteltälli ab. Dem Hauptbach folgend gelange ich wieder in den Weg zum Tschuggenberg. Bei Pt. 2315, 14:00 Uhr, mache ich nochmals 10 min. Pause und setze dann den Abstieg durch den Tschuggenberg fort. Bei Pt. 2177 verlasse ich den Weg wieder und gehe den Hang absteigend in südlicher Richtung zur Passstrasse beim Mälchasten Pt. 2057, 15:00 Uhr. Nochmals eine Kurze Pause und dann folgt der Aufstieg auf dem Wanderweg durchs Flüelatal über Wägerhus, 2207 m.ü.M., 15:45Uhr, zum Flüelapass, 2383 m.ü.M., 16:50 Uhr.
Hier ist das Ende der heutigen Etappe und ich geniesse erst mal ein Bier und die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse.

Einfache aber ausgedehnte Tagesetappe, 7 Std. Marschzeit ohne Pausen.

Kartenausschnitt     -     Marschtabelle     -     Höhenprofil

Panorama nach Davos     -     Panorama Nord-Ost-Süd (Quicktime VR)

Panorama vom Pischahorn gegen Davos (Amselflue, Chüpfenflue, Weissflue)
Panorama vom Pischahorn Richtung Nord-Ost-Süd

 

Fotogallery - 2. Etappe

Übernachtung   -   Flüela Hospiz   (2383 m.ü.M.)

Das Passhotel Flüela-Hospiz liegt auf der Flüelapasshöhe (2383 m.ü.M.)
Geöffnet: Mitte Mai bis Mitte Oktober
Sie verfügen über 6 Hotelzimmer mit insgesamt 14 Betten
1 Doppelzimmer mit Dusche und WC, 4 Schlafmöglichkeiten (ideal für Familien)
Fr. 85.- pro Person mit Frühstück
2 Doppelzimmer mit fliessend Wasser
Fr. 65.- pro Person mit Frühstück
3 Zimmer ohne Wasser
Fr. 55.- pro Person mit Frühstück

Ebenfalls gibt es ein Matratzenlager für 10 Personen
Fr. 30.- ohne Frühstück
Fr. 42.- mit Frühstück

Anmeldung + Auskunft:
Passhotel Flüela Hospiz AG
Familie Frei-Andrist

Telefon:  081 416 17 47

Email     -     Website

   

3. Etappe   -    Flüelapass, Schwarzhorn, Grialetschhütte (SAC)   (T4)

10. September 2012

Routenbeschrieb

Start auf dem Flüelapass um 08:15 Uhr. Richtung Engadin am Ufer des Schwarzsees entlang hinunter durchs Flüelatal bis Pt. 3232, dann den Hang aufsteigen um den Schwarzchopf zu Pt. 2460, 08:50 Uhr. Weiter auf dem gut markierten Wanderwegansteigend. Später durch steiler durch Geröll und Schutt zur Wegverzweigung zum Fuorgla Radönt unterhalb der Schwarzhornfurgga ca. 2800 m.ü.M., 09:40 Uhr. Dann noch ein kurzes Stück hinauf zur Schwarzhornfurgga 2880 m.ü.M., 09:50 Uhr. Hier mache ich mal 10 min. Pause bevor der Anstieg über den Südgrat folgt. Am Morgen war es noch recht sonnig aber mit kühlem Wind. Ab 10:00 Uhr erscheinen immer mehr Wolken und auch Cumuluswolken gegen Süden. Nach den steilen Aufstieg durch Schutt und Geröll komme ich um 10:35 Uhr auf dem Schwarzhorn 3146 m.ü.M. an. Nach einer halben Stunde Pause steige ich wieder zur Schwarzhornfurgga ab, 11:30 Uhr. Von hier folge ich dem Wanderweg noch ein Stück hinunter und verlasse ihn auf der Höhe von ca. 2820 m.ü.M. und umgehe die südliche Felsnase. Von dort steige ich durch Geröllfelder hinauf zu dem kleinen Bergsee bei Pt. 2871. jetzt in südlicher Richtung den vereinzelten Steinmannen folgend steige ich die Geröllfelder hinauf. Im Schlussstück gelange ich mit vereinzelter Kraxelei von Westen auf das Radüner Rothorn 3022 m.ü.M., 12:30 Uhr.
Hier mache ich fast eine Stunde Mittagspause bis 13:20 Uhr. Nun folgt der Abstieg über den Südgrat und dann zu dem kleine Bergsee bei Pt. 2871. Diesen umgehend gelange ich nach kurzer Zeit zur Rothorn Furgga, 2881 m.ü.M., 13:45 Uhr. Nun fallen auch schon die ersten grossen Regentropfen und von Süden ist ein Gewitter im Anzug. Also schnell weiter die steilen Geröllhänge absteigen Richtung Fuorcla da Grialetsch. Plötzlich kommt starker Regen auf und gleich auch noch Hagel. Etwa 20 min. hagelt es mit Körnern von bis zu 1 cm Durchmesser und nirgends gibt es einen Möglichkeit unterzustehen, hat auf dem Kopf und auf den Händen recht gezwickt. Dann bleibt es aber wieder trocken bis zur Hütte. Ich steige also weiter ab Richtung Furggasee und gelange auf den Fuorcla da Grialetsch, 2537 m.ü.M., und schliesslich zur Grialetschhütte, 14:40 Uhr.

Im zweiten Teil reizvolle Tagesetappe in weglosen Gelände, 4,5 Std. Marschzeit ohne Pausen.

Kartenausschnitt     -     Marschtabelle     -     Höhenprofil

 

Fotogallery - 3. Etappe

Übernachtung   -   Grialetschhütte (SAC)   (2542 m.ü.M.)

Das Grialetschgebiet, eingebettet zwischen dem Unterengadin und der Landschaft Davos, ist ein äusserst ausgiebiges Wander- und Skitourengebiet. Es ist im Sommer am Leichtesten vom Dürrboden oder der Flüelapassstrasse aus zu erreichen.
Koordinaten: 792 800 / 176 300
Schlafplätze: 61 Plätze (5 Schlafräume)

Anmeldung + Auskunft:
Hanspeter & Cécile Reiss
Chummastrasse 10
7277 Davos Glaris

Telefon Hütte:   081 416 34 36

kein Email     -     Website     -     Flyer Grialetschhütte

   

4. Etappe   -   Grialetschhütte, Piz Grialetsch, Dürrboden    (T5)

11. September 2012

Routenbeschrieb

Start von der Grialetschhütte um 07:50 Uhr. Richtung Süden dem gut sichtbaren Weg folgend bis Pt. 2713, 08:30 Uhr. Dann durch die Moränenlandschaft aufsteigend weglos den vereinzelten Steinmannen folgend bis zum unteren Rand des Vadret da Grialetsch ca. 2860 m.ü.M., 08:55 Uhr. Jetzt gilt es die Steigeisen zu montieren und nach einer kurzen Pause geht es einigen Gletscherspalten ausweichend hinauf über den Gletscher in südwestlicher Richtung. Um 09:45 Uhr gelange ich zur Fuorcla Vallorgia 2967 m.ü.M. Nun wieder die Steigeisen ablegen und mit leichter Kraxelei auf den Felsbuckel bei Pt. 3022. Von hier gelange ich über einen steiler und rutschigen Schuttkegel an die Felswand unterhalb des Piz Grialetsch, ca. 3070 m.ü.M., 10:30 Uhr. Der Einstieg auf den Gipfel schient mir schon recht heikel. und nach einigem überlegen verzichte ich darauf ein Wagnis einzugehen. Also steige ich wieder den Schuttkegel hinunter und dann in westlicher Richtung an den Rand des oberen Vadret Vallorgia, ca. 3000 m.ü.M., 11:05 Uhr. Hier gilt es wieder die Steigeisen zu montieren und ich überquere den Gletscher Richtung Westen. Dieser ist fast Spaltenfrei und deshalb kann ich ihn auch in direkter Linie queren. Auf der Westseite des Gletschers, ca. 2950 m.ü.M., 11:40 Uhr, mache ich dann Mittagspause an der Sonne bis 12:20 Uhr.
Anschliessend folgt der Aufstieg durch einen steilen Geröllhang auf den Südgrat und diesem folgend auf das Scalettahorn, 3068 m.ü.M., 12:45 Uhr. Nach 10 min. Pause dann der Abstieg zuerst durch einen steilen Schutthang, dann auf dem Nordgrat durch Geröll. Vor der Felskuppe bei Pt. 2933 steige ich zu Rand des Scalettagletschers ab. Durch das Moränental hinab und an den kleine Bergsee vorbei gelange ich dann zum Scalettapass, 2606 m.ü.M., 13:50 Uhr. Hier noch eine kurze Pause. Da der Bus im Dürrboden um 15:10 Uhr fährt marschiere ich nun eiligen Schrittes den Wanderweg hinunter und komme im Dürrboden, 2007 m.ü.M,. bereits um 14:50 Uhr an.
Hier ist nun das Ende der diesjährigen Tour und es reicht gerade noch für ein Bier bevor der Bus fährt. Um 16:05 Uhr nehme ich dann in Davos wieder den Zug nach Luzern. 

Spannende Tagesetappe mit Gletscherquerungen fern von allen Wanderern.
Leider den Piz Grialetsch nicht ganz bestiegen. 5 Std. Marschzeit ohne Pausen.

Kartenausschnitt     -     Marschtabelle     -     Höhenprofil

Vadret da Grialetsch vom Fuorcla Vallorgia
Vadret da Grialetsch vom Pt. 3022
Oberer Vadret Vallorgia vom Pt. 3022
Piz Grialetsch und Piz Vadret vom Scalettahorn
Schwarzhorn, Radüner Rothorn, Piz Radönt vom Scalettahorn
Scalettahorn, Scalettagletscher und südliche Gipfel
Piz Grialetsch und Scalettahorn vom Dischmatal

Vadret da Grialetsch vom Fuorcla Vallorgia
Vadret da Grialetsch vom Pt. 3022
Oberer Vadret Vallorgia vom Pt. 3022
Piz Grialetsch und Piz Vadret vom Scalettahorn
Schwarzhorn, Radüner Rothorn, Piz Radönt
Scalettahorn, Scalettagletscher und südliche Gipfel
Piz Grialetsch und Scalettahorn vom Dischmatal
Fotogallery - 4. Etappe